Jazz auf Freienfels

Jazz auf Freienfels 2015

 

Freitag, 10. Juli 2015  ab 20.00 Uhr, Eintritt € 10,-

Uwe Oberg (Piano)

„Oberg ist einer der Wenigen, der amerikanische und europäische Improvisationsmusik tatsächlich zu verbinden vermag; einer der interessantesten Pianisten am gefährlichen Terrain zwischen Neuer Musik und freiem Jazz, der vor allem durch seine ökonomische Spielweise besticht.“ (OTTMAR KLAMMER / ORF)
„(…) alles, was er in die Hände nimmt, bekommt mehr Glanz, wird intensiviert.“ (ART LANGE /CHICAGO)
1962 in Offenbach geboren, begann er mit sieben Jahren Klavier zu spielen (Unterricht), ging durch populäre Musikstile und landete in den frühen 80er Jahren beim Jazz. Autodidakt. Seit 1986 ist er Mitglied der KOOPERATIVE NEW JAZZ / ARTist Wiesbaden.
Das Schlüsselwort zu seiner Musik lautet Improvisation. Beeindruckt vom freien Jazz und Neuer Musik entwickelte er seine besondere Klaviertechnik; wichtige Einflüsse sind Thelonious Monk, Paul Bley, Cecil Taylor, Don Pullen, Ran Blake, Andrew Hill, die Musik von Anthony Braxton, die frühe Klaviermusik von John Cage sowie europäische Improvisationsmusik. Seit den 80er Jahren spielt er in zahlreichen Kontexten: Als Solist spannt er den Bogen vom Inside-Piano zur Musik von Monk. Mit seinem aktuellen Quartett/Trio spielt er eigene wie auch fremde Kompositionen – was auch immer er spielt, transformiert er in seine unverwechselbare, schillernde Klaviersprache, die stilistische Grenzen überwindet.
Ferner sucht er immer wieder die improvisatorische Begegnung mit Musikern aus verschiedenen Kulturen, etwa im Duo mit Xu Fengxia oder im Trio mit Saadet Türköz und Urs Leimgruber.
Weitere Kooperation mit: Alfred Harth, Peter Kowald, Tony Oxley, Matthias Schubert, Uli Phillipp, Jürgen Wuchner, Sven-Ake Johansson, Jazzensemble des HR, Rudi Mahall, Fred Anderson, Axel Dörner, Heinz Sauer, Ute Jeutter, Subroto Roy Chaudhuri, Rajesh Mehta, Paul Lovens, Carl Ludwig Hübsch , Urs Leimgruber, Frank Gratkowski, Christof Thewes u.v.a. Außerdem komponiert und spielt er Theatermusik sowie Musik für Tanz & Literatur. Workshops. Zahlreiche CD-Einspielungen.
Als gefragter Stummfilmpianist ist er regelmäßig z.B. im Deutschen Filmuseum Frankfurt/M. oder Caligari Wiesbaden zu hören.
2004 wurde er zum Projekt „Darmstadt-Warschau / Shared Spaces“ bei den internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt / Warschauer Herbst eingeladen. Außerdem kuratiert er das Jazzfestival JUST MUSIC in Wiesbaden.
Beim Festival JUST MUSIC 07 / HESSISCHES JAZZPODIUM wurde Oberg am 1.12.07 mit dem HESSISCHEN JAZZPREIS ausgezeichnet.

Uwe Oberg

 

„muy makura“


Klavier, Bass und Schlagzeug, das ist die wohl gängiste Triobesetzung im Jazz. Andere Instrumentenkombinationen haben sich mittlerweile verbreitet. Auch den Verzicht auf ein Harmonieinstrument haben schon einige gewagt. Selbst Kombinationen von zwei Melodieinstrumenten und Schlagzeug haben ihren Platz im Konzertleben gefunden.

So gut wie keine Vorbilder finden jedoch Formationen wie „muy makura“ . Die Besetzung Querflöte, Tuba und Schlagzeug geht auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Zu unterschiedlich scheinen die Klangfarben der Instrumente, die weit auseinander liegenden Tonumfänge.
„muy makura“ gelingt mit ihrem Projekt das scheinbar Unmögliche. Die vielseitig ausgebildeten Musiker Rainer Berger (Querflöte/EWI), Matthias Siegel (Tuba) und Kuno Wagner (Schlagzeug) haben sich eine frische und freche Musik auf den Leib geschrieben: atmosphärisch und eckig, melodisch und kontrapunktisch. Dieses Trio gibt neue Impulse für den zeitgenössischen Jazz des 21. Jahrhunderts. Unbedingt anhören.

Künstlerische Leitung: Matthias Siegel, Weilburg, www.jazz-auf-freienfels.de