Kammerton (78) Tango Argentino

Kammerton (78) Tango Argentino

Freitag, 18. Oktober 2019, 20.00 Uhr, Altes Rathaus

Trio Gabriel Merlino

Vanina Tagini (Gesang)
Mateo Martínez Zuviría (Guitar)
Gabriel Merlino (Bandoneon und Arrangements)

Das Trio zaubert das Lebensgefühl des Tangos auf die Bühne: Vor 100 Jahren in den Hafenbordellen der Metropole
Buenos Aires am Rio de la Plata aus kreolischen, europäischen und afrikanischen Einflüssen entstanden, hat der
Tango Argentino Anfang unseres Jahrhunderts die Salons der Aristokratie und in den sogenannten goldenen 20ern
die Tanzpaläste der Großstädte erobert. Schon lange hat das Tangofieber Europa infiziert: Die melancholisch
gebrochene Melodik, die unterschwellige Hitze, der ständig variierende Rhythmus, all das prägt diese intensiv
betörende Musik.

Gabriel Merlino beherrscht das Bandoneon wie kaum ein Zweiter und gilt als einer der begnadetsten jungen
Bandoneonisten der Welt. Bereits 2001 musizierte er im Duo mit Maestro José Libertella (Kopf des
legendären »Sexteto Mayor«) und wurde Solist und musikalischer Leiter bei der bekannten TangoShow »Tango
Pasión«.

„Wenn Gabriel Merlino spielt, verändert er das All.“ – so das Winds Magazine Japan.

Die charismatische Solosängerin der weltbekannten »Tango Pasión« Show Vanina Tagini war und ist weltweit
unterwegs und fesselt die Zuschauer vom ersten Ton an mit ihren seelentiefen Interpretationen der immer wieder
leidvollen, gelegentlich süßen, immer aber unsagbar ergreifenden Tango-Kompositionen.
Getauft mit dem Wasser des Rio de la Plata, beherrscht sie mit Innigkeit die volle Bandbreite und alle
Ausdrucksmöglichkeiten des Tango Argentino auf authentische, leidenschaftliche, ans Herz gehende Art und Weise.
Und ein „special guest“: Mateo Martínez Zuviría, Guitar.

 

Akkordeon kennenlernen

Akkordeon kennenlernen

Eine kostenlose Schnupperstunde für Akkordeon bietet unsere Fachlehrerin Ulrike Viel am Dienstag, 22.10. in der Zeit von 17.00 – 19.00 Uhr im Pavillon des Gymnasiums, Lessingstraße 33.

Neuanfänger, Wieder- oder Quereinsteigern erhalten die Gelegenheit zum Kennenlernen und Ausprobieren des Akkordeons – eines der vielseitigsten Instrumente für alte und neue Musik aus allen Stilbereichen.

Nach den Herbstferien gibt es einen kostenlosen Schnupperkurs Akkordeon.

Informationen und Anmeldung unter 06471 2004.

Unser Geschäftsmodell: Selbstausbeutung

Unser Geschäftsmodell: Selbstausbeutung

Die öffentlichen Musikschulen in Hessen unterrichten so viele Schülerinnen und Schüler wie nie. Bei sinkender Zahl der Lehrkräfte. Denn unsere Bezahlung ist unterirdisch. Weil die öffentlichen Zuschüsse viel zu niedrig sind und auf diesem niedrigen Niveau verharren.

Unsere Kosten steigen Jahr für Jahr, zum Beispiel für Mieten, Infrastruktur und Energie. Die Kosten unserer Lehrkräfte steigen ebenfalls, zum Beispiel für Miete, Essen und Mobilität.

Eine weitere Steigerung der Produktivität an öffentlichen Musikschulen ist nicht möglich. Unser Geschäftsmodell ist auf Kante genäht. Jede kleine Änderung im Gefüge, zum Beispiel der Rückgang der öffentlichen Mittel, gefährdet die gesamte Architektur. Bricht unsere Architektur zusammen, dann nutzt eine moderate Steigerung der öffentlichen Mittel nichts mehr. Dann isch over.

www.musikschulenhessen.de

Kammerton (77) Klavierabend

Kammerton (77) Klavierabend

Freitag, 13. September 2019, 20.00 Uhr, Altes Rathaus

Romantischer Klavierabend

Antonius Stockinger und Sabine Simon spielen Werke von  Beethoven, Janacek, Chopin.

Eintritt frei, im Anschluss Gelegenheit zum Gespräch bei Brezel und Wein.

Sabine Simon ist in Weilburg keine Unbekannte, bereits vor Jahren gab sie ein Gastkonzert in der Reihe Kammerton im Alten Rathaus. Diesmal hat sie zusammen mit ihrem Schüler Antonius Stockinger ein spannendes Programm aus Klavierwerken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammengestellt.

Die Sonate op.101 von Ludwig van Beethoven (1770-1827) entstand in den Jahren 1813-1816 und gehört somit zu seinem Spätwerk. Die Sonate entzieht sich den üblichen Konventionen der Gattung. Die vier Sätze sind mit deutschen Anweisungen versehen, erst der vierte ist in Sonatenform geschrieben. Das Stück ist sehr umfangreich und stellt hohe Anforderungen an die Virtuosität der Pianistin.

Der tschechische Komponist Leoš Janaček (1854-1928) hat nur wenige Werke für Klavier hinterlassen, der vierteilige Zyklus „Im Nebel“ gehört zu den wichtigsten. Veröffentlicht 1912, scheint er Janačeks schwierige biografische Situation auszudrücken. Es ist ein impressionistisch anmutendes Werk, dass auf Janačeks emotionale Empfindlichkeit und auf sein künstlerisches Experimentieren verweist. Das viersätzige Werk ohne programmatische Überschriften kann atmosphärisch als rätselhaft beschrieben werden. Scharfe Kontraste kennzeichnen das Werk, das insofern keineswegs nur verhangene Nebelfarben nachzeichnet, sondern geradezu bildlich die Suche Janačeks nach neuem musikalischem Ausdruck wiederspiegelt.

Der französisch-polnische Komponist Frédéric Chopin (1810-1849) ist berühmt für virtuose romantische Klaviermusik. Gleich zwei dieser Werke kommen hier zur Aufführung. Das Scherzo b-Moll gehört zu den Höhepunkten seiner Gattung.
Ein frühes Werk stellen die Variationen über Mozarts Duett „Lá ci darem la mano“ dar. Nach der ersten Aufführung durch ihn selbst schrieb die Leipziger msuikalische Zeitung 1829: „Herr Chopin, Pianist aus Warschau… führte sich als Meister vom ersten Range ein. Die ausgezeichnete Zartheit seines Anschlags, eine unbeschreibliche mechanische Fertigkeit, sein vollendetes, der tiefsten Empfindung abgelauschtes Nuançiren, Tragen und Schwellen der Töne, des Vortrags so seltene Klarheit und seine durch hohe Genialität gestempelten Erzeugnisse – Bravour–Variationen, Rondeau, freye Phantasie, – geben den von der Natur so überaus freygebig bedachten, selbstkräftigen Virtuosen zu erkennen, der, ohne vorher gegangenes Ausposaunen, als eines der leuchtendsten Meteore am musikalischen Horizonte erscheint.“

Die Pianistin Sabine Simon unterrichtet seit 2005 Klavier an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Das Klavierspiel lernte sie bei Dieter Zechlin und Erika Tschauner. Im Laufe ihrer musikalischen Kariere gewann sie verschiedene Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. So erzielte sie beim Nationalen Bach-Wettbewerb Leipzig und beim Bechstein-Wettbewerb „Piano in Concert“ jeweils den ersten Preis. Beim 5. Europäischen Chopin Wettbewerb Darmstadt wurde ihr der Sonderpreis verliehen, und im Jahre 2003 erhielt sie den Edvard-Grieg-Preis beim Internationalen Grieg Wettbewerb in Oslo. Sabine Simon spielte mehrere Kammermusik- und Solo-CDs ein.

Ihr Schüler Antonius Stockinger (*2000) kann schon auf eine lange Reihe von Wettbewerbserfolgen zurückblicken, seit 2012 jährlich bei Jugend musiziert und auch beim Mendelssohn-Wettbewerb in Frankfurt.

Music every Day keeps the Doctor away

Music every Day keeps the Doctor away

Huiuiui, jetzt lehnen wir uns aus dem Fenster. Musik hält gesund und Musik macht gesund. Das ist Fakt. Musizieren und Singen fördert die gesunde Entwicklung von Kindern. Wer musiziert oder singt, leidet deutlich weniger unter Depressionen.

Wer in einer Gruppe spielt oder im Chor singt, leidet nicht unter Einsamkeit. Wer musiziert und singt, kann besser zuhören, verhält sich friedlicher und rücksichtsvoller. Wer musiziert und singt, kann seinen Gefühlen besser Ausdruck geben, kann besser mit Widrigkeiten umgehen, kann sich besser konzentrieren und bewegen und kann sich besser entspannen.

Fragen Sie das Internet, lesen Sie die vielen Studien oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Sie werden immer das Gleiche hören: Musik hält gesund und Musik macht gesund. Wir sind unser Geld wert. Ihre öffentliche Musikschule.

www.musikschulen.hessen.de

King Arthur

King Arthur

24.08. und 25.08., Untere Orangerie

King Arthur, eine Oper von Henry Purcell

Eine beeindruckende Aufführung erlebten am Wochenende rund 400 Zuschauer in der Unteren Orangerie des Weilburger Schlosses. VIelen Dank an alle Mitwirkenden!

Gesangssolisten: Svea Schenkel, Sabrina Friedrich, Marie Runge, Annette Meisner, Matthias Weyel, Christos Pelekanos und Jacob Winter. Schülerinnen und Schüler, Dozenten und Gäste der Kreismusikschule Oberlahn sowie der Theaterschule Limburg. Die musikalische Leitung: Annette Meisner und Jacob Winter (Gesang), Friederike Kremers (Barockorchester) und Martin Krähe (Dirigent). Regie und Dramaturgie: Tobias Winter.

Die Weilburger Barockakademie, die Kreismusikschule Oberlahn sowie die Theaterschule im Kalkwerk Limburg haben dieses Stück mit über siebzig Mitwirkenden erarbeitet.

 

#Arm, Ärmer, Musikschullehrer

#Arm, Ärmer, Musikschullehrer

Und Musikschullehrerin. Wissen Sie, wie viel man können muss als Musikschullehrerin und Musikschullehrer? Nur so viel: von Kindesbeinen an einige Jahrzehnte üben üben üben und das täglich. Das sieht man nicht, denn es wirkt alles so leicht und selbstverständlich. Aber man spürt es und man hört es.

Wieso bitte sind dann Musikschul-Lehrkräfte arm dran? Sie haben eine wunderbare Arbeit, sie haben viele Schülerinnen und Schüler, sie genießen Bewunderung und Respekt. Es ist ganz einfach: Musikschul-Lehrkräfte an öffentlichen Musikschulen werden erbärmlich bezahlt. Warum? Weil das Geld nicht reicht, hinten nicht und vorne nicht.

Immer mehr ausgebildete junge Musikerinnen und Musiker entscheiden sich gegen den Beruf der Musikschullehrerin und des Musikschullehrers. Einfach, weil bei uns die Lebensperspektive fehlt. Familienplanung? Fehlanzeige. Anständig leben können? Ein schlechter Witz. Existenz aufbauen? Voll daneben. Dem Ruhestand entgegenblicken? Da flackern die Augen vor Angst.

Ein Honorarvertrag als Lebensgrundlage ist nicht lustig. Kein regelmäßiges Gehalt, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Kündigungsschutz, keine Altersvorsorge – all das weit über 100 Jahre nach Einführung der Sozialgesetzgebung.

www.musikschulen.hessen.de

Öffentliche Musikschule. Bezahlbar oder Luxus?

Öffentliche Musikschule. Bezahlbar oder Luxus?

Ein Blick auf die Zahlen sagt: Öffentliche Musikschulen in Hessen sind teuer. Fast die teuersten in Deutschland. Öffentliche Musikschulen in Hessen sind fast die teuersten in Deutschland, weil die öffentlichen Zuschüsse fast die niedrigsten sind. Die Lücke finanzieren die hessischen Eltern und Musikschüler. Seit Jahrzehnten. Man könnte sagen, die öffentlichen Musikschulen in Hessen sind Luxus. Das ist nicht in Ordnung.

Es ist nicht in Ordnung, wenn in Hessen das Grundrecht auf kulturelle Bildung Luxus ist. Es ist nicht in Ordnung, wenn Menschen nicht zu uns kommen können, weil sie weniger Geld haben als andere. Wir sind die öffentlichen Musikschulen in Hessen. Wir sind für alle Menschen da. Wir sind unser Geld wert.

Wir haben einen Traum

Wir haben einen Traum

Berichten wir aus einer Zeit, die es in Hessen noch nie gab. Berichten wir über unseren Traum: Öffentliche Musikschulen in Hessen bekommen ausreichend öffentliche Zuschüsse. Das Land, die Kommunen und die Eltern teilen die Kosten gerecht in drei gleiche Teile.

Die öffentlichen Zuschüsse dienen dreierlei: der Unterricht kann kostengünstig kalkuliert werden. So kann jede und jeder der will, bei uns Unterricht nehmen. Jede öffentliche Musikschule kann ihre Lehrkräfte auskömmlich bezahlen. In Festanstellung! Damit kommen die öffentlichen Musikschulen ihrem gesellschaftlichem Auftrag verlässlich nach: sozialverträgliche Preise für eine breite Teilhabe, gelebte Fürsorge für ihre Angestellten und Vielfalt in der kulturellen Bildung.

#Musikschulen Hessen-Kampagne 2019

#Musikschulen Hessen-Kampagne 2019

Musikschulen Hessen.de

Mit unserer Kampagne 2019 informieren wir eine breite Öffentlichkeit über die Arbeit der öffentlichen Musikschulen in Hessen und wir werben für eine Erhöhung der staatlichen und kommunalen Förderung öffentlicher Musikschularbeit in Hessen.